Die Entwicklung von Blutstammzellen aus dem Nabelschnurblut – Teil I: Über Stammzellen
Blutbildende Stammzellen, wie sie beispielsweise im Knochenmark oder im Nabelschnurblut vorkommen, werden Patienten transplantiert, um sie bei verschiedenen Krebserkrankungen zu behandeln. Daneben enthält Nabelschnurblut auch gewebebildende, sogenannte mesenchymale Stammzellen, die im Labor zu Haut, Knorpel- oder Knochengewebe herangezüchtet werden können. An dieser Stelle konzentrieren wir uns auf die blutbildende Variante, die sich im Körper des Empfängers in Blut- oder Immunzellen differenziert. Dabei wollen wir einmal die Frage stellen: Wie entwickeln sich die Blutstammzellen eigentlich weiter, und was geht dabei genau vor sich? Diesem Thema werden wir in einer kleinen Serie nachgehen. Lesen Sie heute in Teil I: Was sind eigentlich Stammzellen, und wie können sie sich spezialisieren?
Eine Stammzelle ist eine so genannte Vorläuferzelle, das heißt, sie verwandelt sich erst später in einen bestimmten Zelltyp im Körper. Solange das nicht geschehen ist, hat sie noch keine festgelegte Funktion. In welchen Typ sie sich einmal differenzieren wird, ist zunächst offen.
Nicht alle Stammzellen können sich jedoch in jede beliebige Art (Haut-, Leberzellen usw.) verwandeln. Unterschieden werden können totipotente, pluripotente und multipotente Stammzellen. Die totipotente Variante kann einen ganzen Organismus herausbilden. Das können pluripotente Stammzellen zwar nicht, jedoch sind sie in der Lage, sich in jeden Zelltyp des Körpers zu differenzieren. Damit verfügen sie über rund 200 verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten. Multipotente Zellen schließlich können nur noch innerhalb festgelegter Grenzen zu verschiedenen Zellarten werden. Doch bereits dadurch können sie wichtige Erneuerungs- und Reparaturfunktionen wahrnehmen und regenerieren somit zum Beispiel auf ganz natürliche Weise permanent Darm, Haut oder rote Blutkörperchen.
Lesen Sie in Teil II und III mehr über die Entwicklung blutbildender Stammzellen: wie sie sich weiterverwandeln, in verschiedenen Organen heranreifen und schließlich diverse Funktionen im Körper übernehmen.
Quellen:
- ”Molekularbiologie der Zelle”, 4.Auflage, Alberts et al., WILEY-VCH Verlag, 2004, Weinheim
- www.nabelschnurblut-wiki.de
Bildquelle: gerard79, www.sxc.hu
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11 Kommentare zu “Die Entwicklung von Blutstammzellen aus dem Nabelschnurblut – Teil I: Über Stammzellen”
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[...] Differenzierungsmöglichkeiten von Stammzellen behandelt. Den gesamten Beitrag finden Sie hier. Tags: blutbildende Stammzellen, Blutzellen, Nabelschnurblut, [...]
[...] Nabelschnurblut ist reich an Stammzellen, von denen es verschiedene Arten gibt. Eine davon stellen die sogenannten blutbildenden Stammzellen dar. Diese werden immer öfter bei Erkrankungen eingesetzt, weil sie nach einer Nabelschnurblut-Übertragung im Körper des Empfängers ein neues Immunsystem aufbauen können. Sie verwandeln sich dabei in mehreren Schritten in fertige Blutzellen. Nähere Informationen über das ”Wie” können Sie einer neuen Serie auf einem Internetportal entnehmen, in der die Entstehung einer Blutzelle in mehreren Teilen erklärt wird. Klicken Sie hier, um die erste Folge zu lesen. [...]
[...] worden. Im Moment der Entbindung musste ich mich auch nicht selbst darum kümmern, dass das Nabelschnurblut entnommen wird. Man hat mich irgendwann darauf aufmerksam gemacht, dass dies jetzt geschehe – [...]
[...] Die letzten Entwicklungsschritte von Blutzellen hin zu ihrer endgültigen Form können Sie im abschließenden dritten Teil unserer Serie verfolgen. Hier geht es zurück zum ersten Teil. [...]
[...] gelangen hier zum Anfang der Serie – und hier geht’s zum zweiten [...]
[...] stehen. Trotzdem legen die Ergebnisse den Einsatz von Nabelschnurblut nahe, da in ihm die gleichen Stammzellen wie Knochenmark sitzen – nur in einer jüngeren [...]
[...] und Nervenzellen bei frühkindlichem Hirnschaden wurden erste Erfolge nach der Gabe von Nabelschnurblut-Stammzellen verzeichnet. Zudem wurden mit mesenchymalen Stammzellen bereits biologische und mitwachsende [...]
[...] zumindest bei einigen dieser Erkrankungen als Quelle für die zur Behandlung benötigten Stammzellen geeignet ist. Dr. Lücke zeigt in seinem Artikel nun diverse biochemische Prozesse auf, die [...]
[...] der Gynäkologe unter anderem über die Einsatzgebiete der aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen. Darüber hinaus erklärt der leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende der Freiburger [...]
[...] werden. Dazu wird Dylan 120 Sitzungen in einer Überdruckkabine verbringen. Die Behandlung mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut brachte nun endlich die erhofften Verbesserungen, die alle bisherigen [...]
[...] Seit Beginn dieses Jahres verfolgt die Rheinische Post (RP) die Geschichte des an Leukämie erkrankten Jungen – Baby Arthur. Nun berichtet die RP, dass es dem heute 15 Monate alten Jungen endlich gut geht. Eine Erfolgsgeschichte dank der Stammzellen aus Nabelschnurblut. [...]