Einlagerung von Nabelschnurblut als notwendige Eigenvorsorge

von am 11.09.2009 um 10:33 Uhr

Dass unsere Gesellschaft zunehmend mit einer wachsenden Überalterung konfrontiert ist, stellt keine Neuigkeit dar. Dass dieser Fakt eine Belastung für unser Gesundheitssystem werden wird, erscheint daher als logische Konsequenz. Und genau dies hat nun der Kieler Gesundheitsökonom Prof. Dr. med. Fritz Beske vom Institut für Gesundheits-System-Forschung im Rahmen seiner ”Morbiditätsprognose 2050” genauer untersucht. Seine Schlussfolgerung ist, dass bereits in zehn Jahren die Folgen der Überalterung deutliche Konsequenzen für das Gesundheitssystem haben wird. Als einen der Gründe für diese Entwicklung führt Beske unter anderem an, dass in den kommenden Jahren besonders geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen werden. Damit steigen natürlich auch die Gesundheits- und Pflegeausgaben für diese Gruppe. Auf der anderen Seite geht aus der Prognose hervor, dass sich die Anzahl der erwerbsfähigen Menschen bis 2050 um 29 Prozent reduzieren wird. Folge dessen sind wiederum geringere Einnahmen der Kranken- und Pflegekassen. Zudem wird die Lebenserwartung der Bevölkerung nicht zuletzt wegen der medizinischen Fortschritte weiter ansteigen.

Mehr ältere Menschen bedeutet auch, dass es eine höhere Zahl altersbedingter Erkrankungen geben wird. Besonders Krankheiten wie Herzinfarkt (109 Prozent mehr Krankheitsfälle), Schlaganfall (+94 Prozent), Demenz (+155 Prozent) sowie diverse Augenerkrankungen werden bis 2050 dramatisch ansteigen.

Für das deutsche Gesundheitssystem besteht nach Prof. Dr. Beske dringender Handlungsbedarf, damit auch in den kommenden Jahren die Finanzierung der Gesundheitsvorsorge gewährleistet bleibt. Allerdings wird ein Umdenken bei den Menschen hierfür erforderlich sein. Mit dem Hinweis darauf, dass die Versicherten in anderen Ländern weit aus geringere Versorgungsansprüche hätten als hier in Deutschland, fordert Beske die Menschen zu mehr Eigenvorsorge auf.

Eine Möglichkeit hierfür stellt zum Beispiel die Einlagerung von Nabelschnurblut dar. Aus aktuellen Studien geht hervor, dass die auf diese Weise gewonnenen Stammzellen bestens für die Behandlung altersbedingte Erkrankungen geeignet sind.

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