Erfolg bei Hirnschaden-Behandlung mit Nabelschnurblut

Dank Nabelschnurblut geht es dem Kleinen schon besser.Mit den Stammzellen aus dem Nabelschnurblut kann bereits eine ganze Reihe von Krankheiten erfolgreich behandelt werden. Dass dazu auch frĂŒhkindliche HirnschĂ€den zĂ€hlen, zeigt die inzwischen mehrjĂ€hrige Erfahrung mit entsprechenden Therapien in den USA. In Deutschland aber fĂŒhrte der Bochumer Klinikarzt Prof. Dr. Arne Jensen erst im Januar diesen Jahres die erste Nabelschnurblut-Transplantation bei einem Kind mit zerebraler KinderlĂ€hmung durch. Der Junge, an dem der Eingriff vorgenommen wurde, ist zwei Jahre alt. Er erlitt seinen Hirnschaden im November 2008, als bei einer Operation sein Herz versagte. In der Folge fiel er ins Wachkoma und hatte regelmĂ€ĂŸig KrĂ€mpfe in Armen und Beinen. Um ihrem Sohn zu helfen, gingen die Eltern einen Weg, der in Deutschland bisher Neuland darstellt: Sie wandten sich an die Klinik der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, die seit sieben Jahren mit Stammzelltherapien bei frĂŒhkindlichen HirnschĂ€den – auch mit Nabelschnurblut – experimentiert. Die Grundlage fĂŒr die Behandlung ihres Sohnes hatten die Eltern indes schon bei der Geburt gelegt, indem sie das Nabelschnurblut ihres Kindes aufbewahrten. So konnte Professor Jensen es ihm vor fast drei Monaten transplantieren. Schon jetzt zeigen sich die ersten Anzeichen fĂŒr einen Erfolg: Der ZweijĂ€hrige wurde von seinen KrĂ€mpfen befreit und kann bereits wieder sitzen. Seit kurzem ist er sogar wieder in der Lage, mit seinen Mitmenschen Kontakt aufzunehmen. Das vielleicht Erfreulichste ist aber, dass er wieder lĂ€chelt. Das ist vor allem fĂŒr die Eltern das Zeichen, dass der Junge eines Tages geheilt wird. Aus den Erfahrungen in diesem Fall ergeben sich auch mögliche Perspektiven fĂŒr andere Patienten. Professor Jensen jedenfalls macht ihnen Mut: ”Wir wollen jetzt in einer kontrollierten Studie die Wirkung dieser Stammzellen nachweisen. Bisher haben wir nur dieses eine Kind behandelt. Der Schluss liegt aber nahe, dass Stammzellen aus dem Nabelschnurblut wesentlich zu einer Besserung beigetragen haben”, sagte der Arzt dem Online-Nachrichtenportal ”Der Westen”.

Bildquelle: lusi, www.sxc.hu

Kommentare

5 Kommentare zu “Erfolg bei Hirnschaden-Behandlung mit Nabelschnurblut”

  1. Nabelschnurblut: Experten im GesprĂ€ch » Behandlung mit Nabelschnurblut: Höhere LebensqualitĂ€t fĂŒr Patienten am April 21st, 2009 17:37

    [...] Vorstands der Gruppe. Im Interview erklĂ€rt er, warum aus der Sicht der IPO die Vorsorge mit Nabelschnurblut sinnvoll ist. Außerdem erlĂ€utert Vida, dass seine Organisation auch die Beratung interessierter [...]

  2. Nabelschnurblut - Blick hinter die Kulissen » Nabelschnurblut: Stammzellen halten Diabetes auf am Mai 1st, 2009 13:48

    [...] einige Typ-1-Diabetespatienten nach einer Übertragung blutbildender Stammzellen, wie sie auch im Nabelschnurblut enthalten sind. Die Behandlung erfolgte im Rahmen einer Studie im brasilianischen Sao Paulo und [...]

  3. Nabelschnurblut 4 You » Bochumer Ärzte optimistisch nach Behandlung mit Nabelschnurblut am August 7th, 2009 09:26

    [...] bereits im Januar ein dreijÀhriges Kind erfolgreich mit den aus dem eigenen Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt wurde, ist nun [...]

  4. Nabelschnurblut: Experten im GesprĂ€ch » Nabelschnurblut-Stammzellen immunologisch besser vertrĂ€glich am September 21st, 2009 09:31

    [...] Therapie von Krankheiten mit Stammzellen hat bisher viele Erfolge zu verbuchen. Allerdings sind die Ergebnisse der Behandlung abhÀngig von der Erkrankung. Bei [...]

  5. Nabelschnurblut: Experten im GesprĂ€ch » Nabelschnurblut - bald keine Herztransplantationen mehr notwendig? am September 23rd, 2009 11:56

    [...] oder beschĂ€digtes Herzgewebe nachwachsen. In den ersten Forschungsphasen konnten bereits erste Erfolge verzeichnet werden. Prof. Gustav Steinhoff, Direktor der Klinik und Poliklinik fĂŒr Herzchirurgie [...]

Schreibe einen Kommentar




; ?>