Internationaler Austausch über neue Methoden der Stammzellgewinnung

von am 05.11.2009 um 18:03 Uhr

Stammzellen waren eines der Hauptthemen auf der Weltkonferenz für Regenerative MedizinMit über 240 Vorträgen und 1.100 Teilnehmern endete die Weltkonferenz für Regenerative Medizin am Samstag, den 31. Oktober 2009 in Leipzig. Das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) und das Translationszentrum für Regenerative Medizin in Leipzig luden drei Tage lang zu einem regen Wissenschaftsaustausch über neue Ansätze hinsichtlich der Stammzellgewinnung und deren therapeutischen Möglichkeiten ein. Dabei wurde auch über die Grenzen hinaus geblickt. Eine Besonderheit stellte dabei die Zusammenarbeit mit der Veterinärmedizin dar. Denn auch bei Tieren kommt die Behandlung mit körpereigenem Material zunehmend zum Einsatz. Zum Beispiel bei Sportpferden ist dieses Thema nicht neu. Mittels einer besonderen Methode wird aus dem entnommenen Blut des Tieres ein Serum hergestellt, welches dem Tier an die entzündete Stelle zurückgespritzt wird. Das Serum hat eine schnelle entzündungshemmende Wirkung, so dass das Pferd zügig wieder im Sport eingesetzt werden kann.

Aber auch über die Entwicklung, sowohl medizinisch als auch rechtlich, und den Einsatz von Stammzellen wurde referiert; ebenso über eine Möglichkeit der Stammzellgewinnung mittels Nabelschnurblut. Auf diesem Gebiet macht die Wissenschaft ebenfalls deutliche Fortschritte. Die kleine Menge an Blut, die aus der Nabelschnur gewonnen wird, kann durch Erweiterung der Zellen vermehrt werden. Somit kann das Blut mehrfach für verschiedene Behandlungen eingesetzt werden. Des Weiteren können Körperzellen von erwachsenen Menschen, zum Beispiel über die Haut, entnommen und zurückgebildet werden. Die induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) befinden sich dann im Zustand von embryonalen Stammzellen. Diese noch sehr junge Methode ist von großer Bedeutung, da die Entnahme von embryonalen Stammzellen sehr umstritten ist.


Insgesamt wurde die Konferenz von den Organisatoren als sehr erfolgreich betrachtet, insbesondere wegen der interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Wissenschaftsbereiche.

Bildquelle: IZI

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