Krankenhäuser haben Potenzial von Nabelschnurblut längst erkannt

von am 13.03.2009 um 16:34 Uhr

Nabelschnurblut - EinlagerungDie Entnahme von Nabelschnurblut nimmt in Deutschland weiter zu: Mittlerweile ist es auf rund 90 Prozent aller Entbindungsstationen möglich, den Lebenssaft für das eigene Kind einlagern zu lassen. Damit hat fast jede werdende Mutter die Chance, sich für diese Vorsorgemöglichkeit zu entscheiden. Außerdem bietet nahezu jede dritte Klinik die Option, das Blut aus der Nabelschnur kostenfrei zu spenden. Aufbewahrt wird es dann zum Beispiel vom Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR), einer gemeinnützigen Nabelschnurblutbank. Das NKR kooperiert inzwischen bundesweit mit 114 Spendekliniken. Dass fast alle deutschen Krankenhäuser das Potenzial von Nabelschnurblut erkannt haben, verwundert nicht. Denn es kommt immer öfter zum Einsatz, um Krankheiten wie Diabetes Typ 1, Hirnschädigungen oder Anämien zu behandeln. Die Verwendung von individuell eingelagertem Blut nahm im vergangenen Jahr um 64 Prozent zu. Zu diesen eindrucksvollen Zahlen sagte NKR-Geschäftsführerin Dr. Marlena Robin-Winn: ”Weil immer mehr Kliniken sowohl die Einlagerung fürs eigene Kind als auch die Spende von Nabelschnurblut anbieten, kann es seinen Vormarsch bei der Therapie schwerwiegender Krankheiten endlich auch in Deutschland antreten.”

2 Antworten zu “Krankenhäuser haben Potenzial von Nabelschnurblut längst erkannt”

  1. [...] privaten Bank einlagern lassen, können zusätzlich spenden. Und auch mit diesem Modell ist die Einlagerung kostenlos, denn das aufgewendete Geld wird – wenn das Blut gebraucht wird und die Eltern es [...]

  2. [...] bei fünf Prozent aller Geburten in Europa wird das Nabelschnurblut entnommen. Bedenkt man, welches Potenzial hier ungenutzt bleibt, gilt es die Gründe dafür zu hinterfragen. Zum einen ist es die Tatsache, [...]

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