Nabelschnurblut: Zusatzoption zur Knochenmarkspende
Nabelschnurblut kann für Patienten, die dringend eine Stammzelltransplantation benötigen, besonders kostbar sein. Im Idealfall gibt es einen Spender, der genau passendes Knochenmark zur Verfügung stellt. Wenn aber eine solche Person nicht existiert, kann die Anwendung von Nabelschnurblut Vorteile gegenüber der Übertragung von Stammzellen aus nicht hundertprozentig kompatiblem Knochenmark haben. Dies belegten jetzt Wissenschaftler des US-amerikanischen Center for International Blood and Marrow Transplant Research (CIBMTR) in einer umfassenden Studie. Für diese werteten sie Daten von Patienten aus, denen Stammzellen übertragen worden waren. Das Ergebnis: Sowohl die kurz- und langfristigen Überlebenschancen der Kranken als auch die Rückfallraten nach einer Transplantation von Nabelschnurblut sind ähnlich niedrig wie bei nicht passendem Knochenmark. Jedoch hat das Blut den Vorteil, dass es ein geringeres Risiko für die Patienten birgt, an der so genannten Graft-versus-Host-Disease (GvHD) zu erkranken. Bei dieser Krankheit reagieren Immunabwehrzellen aus dem Transplantat gegen den Empfängerorganismus. Ein weiteres Plus für Nabelschnurblut ist, dass es schneller verfügbar als ein Knochenmarkspender ist.
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[...] neuen Ansatz, um Blutstammzellen, die unter anderem im Nabelschnurblut vorhanden sind, zu erforschen, haben jetzt Immunologen an der Universität Ulm entwickelt. Ihnen [...]