Nabelschnurblut: Beste Alternative zu embryonalen Stammzellen

von am 09.04.2010 um 14:11 Uhr

Im Bereich der therapeutischen Anwendung von aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen macht die medizinische Forschung stetig Fortschritte. Auch David T. Harris, Professor für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität von Arizona in Tucson, widmet sich intensiv der wissenschaftlichen Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen aus Nabelschnurblut.

David T. Harris hat in seiner medizinischen Laufbahn bislang über 300 medizinische Beiträge veröffentlicht. Einer seiner Artikel, der im vergangenen Oktober in der britischen Hämatologie-Fachzeitschrift “British Journal of Haematology” abgedruckt wurde, trägt den Titel “Non-haematological uses of cord blood stem cells” und fasst die bisherigen Errungenschaften im Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut zusammen.

David T. Harris erwähnt in seinem Aufsatz unter anderem die Vorteile von Stammzellen aus Nabelschnurblut im Vergleich zu embryonalen Stammzellen. Nicht zuletzt die ethischen Debatten zur medizinischen Verwendung von embryonalen Stammzellen trugen dazu bei, dass Nabelschnurblut als Quelle für Stammzellen an Bedeutung gewann. Außerdem haben Stammzellen aus Nabelschnurblut den großen Vorteil, dass sie in der Lage sind, sich pluripotent zu entwickeln. David T. Harris sieht in Stammzellen aus Nabelschnurblut eine klare Alternative zu embryonalen Stammzellen, wie er in seiner Arbeit formuliert.

Bislang haben sich Stammzellen aus Nabelschnurblut in vielerlei Hinsicht als therapeutisch wertvoll erwiesen. Die Behandlung von Schlaganfällen konnte ebenso vorangetrieben werden wie die Heilung von geschädigten Nervenfasern. Auch bei Rückenmarksverletzungen oder zur therapeutischen Behandlung von verletztem Knochenmaterial ist der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut vielversprechend. Als erwiesen gilt die erfolgreiche Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Therapie von Typ-1-Diabetes.

David T. Harris absolvierte ein Studium an der Bowman Gray Medical School, das er 1982 als Doktor der Mikrobiologie und Immunologie abschloss. Seit 21 Jahren forscht Harris an der Universität von Arizona in Tucson. Des Weiteren gehört er dem Wissenschaftlich-Medizinischen Beirat von Cord Blood Registry an, der weltweit größten privaten Nabelschnurblutbank, die sich in San Bruno, Kalifornien befindet. David T. Harris ist außerdem wissenschaftlicher Direktor der Cord Blood Registry.

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