Nabelschnurblut: Quelle vielseitiger Stammzellen
Die Aufbewahrung von Nabelschnurblut haben sich private Nabelschnurblutbanken ebenso wie öffentliche Einrichtungen auf die Fahnen geschrieben. Ihnen ist bekannt, dass die darin enthaltenen Stammzellen vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei der Behandlung von Krankheiten beziehungsweise beim Tissue Engineering bieten. Knochenmark enthält die gleichen, wenn auch älteren Zellen dieser Art und ist im Gegensatz zu Nabelschnurblut schon seit über 50 Jahren in der Forschung zu Hause. Deshalb sind dort Erfolge häufiger anzutreffen als mit Nabelschnurblut. Erst kürzlich wieder in den USA: Ende Januar 2009 veröffentlichte die Feinberg School of Medicine in Chicago eine erfolgreiche Studie mit Patienten, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt waren. Bei der Krankheit werden die Nervenzellen von den eigenen Abwehrzellen attackiert. Die Behandlung sah zunächst eine Zerstörung des vorhandenen fehlgeleiteten Immunsystems vor. Die Wiederherstellung erfolgte dann mit körpereigenen hämatopoetischen Stammzellen aus Knochenmark – die Symptome verbesserten sich. Ein Erfolg, der jedoch in weiteren Studien untermauert werden muss und bisher auch nur bei Patienten mit früher MS derartig gute Ergebnisse zeigte. Da Nabelschnurblut inzwischen ebenso als Quelle von hämatopoetischen Stammzellen etabliert ist, könnte es in dem Anwendungsbereich – Multiple Sklerose – eingesetzt werden.
Kommentare
3 Kommentare zu “Nabelschnurblut: Quelle vielseitiger Stammzellen”
Schreibe einen Kommentar

[...] Einsatzmöglichkeit für Nabelschnurblut: Die Biologin Prof. Dr. Ursula Anderer von der Fachhochschule Lausitz forscht zur Zeit am Tissue [...]
[...] Dabei stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass die Verwendung von genau passenden Knochenmark-Stammzellen die beste Wahl ist. Was aber, wenn kein Spender zur Verfügung steht, dessen Merkmale genau mit [...]
[...] war einer der Aspekte, der Nabelschnurblut als Quelle für Stammzellen und damit für den Einsatz zu therapeutischen Zwecken erschwert hat, die zu geringe Blutmenge, die [...]