Nabelschnurblut: Ein Geburtsmediziner erzählt
von Sylvia am 15.05.2009 um 17:47 Uhr
Der Gynäkologe Prof. Holger Stepan, der die Geburtsklinik der Uni Leipzig leitet, hat bereits viele schwangere Frauen betreut. Dabei hat er schon oft bei Geburten das Nabelschnurblut entnommen. Doch auch als Wissenschaftler interessieren ihn die Stammzellen aus dem Blut. Von seinen Erfahrungen mit der Entnahme erzählt Stepan in einem Interview, dessen erster Teil jetzt auf einem Expertenportal im Internet erschienen ist. Darin geht der Arzt auch auf seine medizinischen Forschungen ein. Einen Namen gemacht hat er sich bei der Untersuchung des Bluthochdrucks bei Schwangeren (Präeklampsie). Auf diesem Gebiet war er wesentlich an der Entwicklung eines Frühwarnsystems beteiligt, das er im Gespräch näher erläutert. Präeklampsie ist eine für Mutter und Kind gefährliche Krankheit, die dazu führt, dass Schwangerschaften frühzeitig abgebrochen werden müssen. Durch die Früherkennung ist es möglich, die werdenden Mütter rechtzeitig zu betreuen, damit sie besser mit dem Problem umgehen können.
Abgesehen von diesem Thema erzählt Prof. Stepan davon, wie er bereits als junger Kreißsaalarzt mit dem Thema Nabelschnurblut in Kontakt gekommen ist. Er hatte 1998 als Erster am Leipziger Krankenhaus eine Entnahme des Blutes vorgenommen, nachdem er – wie mittlerweile alle seine Kollegen am Klinikum – dafür geschult worden war. ”Damals war die Entnahme noch etwas Besonders und Seltenes”, erinnert sich der Arzt, der inzwischen über 600 mal Nabelschnurblut entnommen hat. Klicken Sie hier, um den ersten Teil des Interviews mit Prof. Stepan zu lesen.