Nabelschnurblut: Erforschung von Blutstammzellen auf dem Vormarsch
von Sylvia am 11.03.2009 um 19:20 Uhr
Im Nabelschnurblut finden sich die verschiedensten Stammzellarten – darunter auch Blutstammzellen. Eine verbesserte Möglichkeit für die Transplantation von blutbildenden Zellen haben Ulmer Forscher jetzt an Mäusen entdeckt. Um den Nagetieren die Zellen erfolgreich übertragen zu können, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Der Empfänger muss erstens ein geschwächtes Immunsystem haben, das die Spenderzellen nicht abstößt. Zweitens muss genügend Platz für die fremden Stammzellen in den für sie vorgesehenen Nischen vorhanden sein. Beides erreicht man üblicherweise durch eine intensive Bestrahlung vor dem Eingriff. Diese hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Der Empfängerorganismus wird erheblich beeinträchtigt, und seine Organe werden geschädigt. Die neue Methode kann dies umgehen. Dabei wird auf drei bekannte Genmutationen zurückgegriffen, die miteinander kombiniert werden und die Strahlenbehandlung ersetzen. Beim Versuch mit Mäusen gelang dies reibungslos – ob das beschriebene Verfahren allerdings auch mit den Zellen des Homo sapiens angewandt werden kann, muss sich noch herausstellen. Sollte es gelingen, hätte das den Vorteil, dass die Funktionen menschlicher Blutstammzellen besser untersucht werden könnten. Dadurch würden sich neue Ansätze ergeben, um Krankheiten wie Krebs oder verschiedene Infektionen erforschen zu können. Mehr Informationen zu den Untersuchungen der Wissenschaftler können Sie hier abrufen.
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