Nabelschnurblut vereint Klinik und Forschung

Nabelschnurblut-Experte: Prof. Dr. Karl H. Welte”Aus der Klinik lernen fĂŒr die Forschung und aus der Forschung lernen fĂŒr die Klinik.” So beschreibt Prof. Dr. med. Karl H. Welte, der ehemalige Abteilungsleiter der PĂ€diatrischen HĂ€matologie und Onkologie im Zentrum fĂŒr Kinderheilkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), seine Arbeit in den vergangenen Jahren. Der Kinderarzt, der sich kĂŒrzlich in den Ruhestand verabschiedet hat, widmete sich auch intensiv der Laborarbeit mit Stammzellen. Er war es, der Anfang der achtziger Jahre die Wachstumsfaktoren der Blutstammzellen entdeckt hatte, was eine schmerzhafte Knochenmarkspunktion zur Gewinnung der Zellen unnötig machte. Heute werden diese dank seiner Erkenntnisse in den meisten FĂ€llen aus dem peripheren Blut entnommen.

Doch auch Nabelschnurblut stellte eine wertvolle Stammzellquelle dar. Aus Sicht des pensionierten Kinderarztes sollten Geburtskliniken stĂ€rker motiviert werden, die Nabelschnurblutspende an öffentlichen Nabelschnurblutbanken zu fördern. ”Dazu könnte vor allem die Anerkennung der Einlagerung im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge beitragen. Dies zu erreichen, ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der Gesundheitspolitik, des Bundesministeriums fĂŒr Forschung und der Krankenkassen.”

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