Nabelschnurblut oder Retortenblut aus Stammzellen?

von am 30.03.2009 um 16:57 Uhr

Blut aus der Retorte – diese Verheißung ging vor einigen Tagen durch die Medien. Den Berichten zufolge soll die Knappheit von Spenderblut eines Tages der Vergangenheit angehören. Wissenschaftler aus Großbritannien wollen in einem Forschungsprojekt aus embryonalen Stammzellen Blutkonserven herstellen. In drei Jahren sollen bereits erste klinische Tests stattfinden, bei denen das Blut Menschen übertragen werden soll. Bis allerdings eine Produktion in größerem Umfang möglich ist, dürfte noch viel Zeit vergehen. Denn zunächst gilt es, eine Reihe von Problemen zu lösen. Vor allem bestehen bei der Herstellung und Transfusion von Blut, das auf diese Weise künstlich erzeugt wird, noch erhebliche Risiken. Im fertigen Blut dürfen nämlich keine embryonalen Stammzellen mehr vorhanden sein, weil diese besonders teilungsaktiv sind. Dadurch können sie auch Tumore bilden. Zudem wird eine Herstellung großer Blutmengen im Labor wohl noch für lange Zeit nicht möglich sein. Aufgrund dieser Tatsachen sollte überlegt werden, ob nicht Nabelschnurblut stärker als Blutlieferant genutzt werden kann, denn dieses ist bereits vorhanden und muss nicht erst aufwendig produziert werden.

Eine Antwort zu “Nabelschnurblut oder Retortenblut aus Stammzellen?”

  1. [...] alle Stammzellen können sich jedoch in jede beliebige Art (Haut-, Leberzellen usw.) verwandeln. Unterschieden [...]

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