Nabelschnurblutbanken nutzen Social Media
von Sylvia am 30.04.2010 um 11:33 Uhr
Auch die deutschen Nabelschnurblutbanken wagen sich nun in die sozialen Medien. Als erste Nabelschnurblutbank in Deutschland startete die Nabelschnurblutbank Vita 34 vergangene Woche einen eigenen Unternehmensblog. Hier sollen Interessierte Hintergründe und Meinungen aus dem Unternehmen erfahren und die Menschen hinter Vita 34 kennen lernen.
Im Blog werden Geschichten aus dem Alltag der Vita 34 Mitarbeiter erzählt, medizinische und wissenschaftliche News kommentiert und bewertet sowie Blicke hinter die Kulissen der Nabelschnurblutbank gewährt. ”Wir wollen mit unserem Blog Informationen rund um das Thema Stammzellen und Nabelschnurblut so aufbereiten, dass sie für unsere Kunden und alle Interessierten erlebbar werden. Wir sind ein offenes Unternehmen, das sehr viel Wert auf Transparenz legt. Ein Unternehmensblog ist die konsequente Weiterführung unserer bisherigen Bemühungen, die mit unserem Gläsernen Labor begonnen hatten”, so Frank Schott, Leiter Kommunikation bei Vita 34. Abgerundet wird das Engagement des Branchenprimus mit einer eigenen Facebook-Fanseite, die mittlerweile über 160 Fans zählt. Die Nutzung von Twitter, insbesondere für Kapitalmarktmeldungen, sei in Vorbereitung.
Auch die Anbieter Eticur und Seracell nutzen die neuen Medien, jedoch bislang eher verhalten: Eticur hat einen eigenen Youtube Channel eingerichtet und zeigt hier auch erste eigene oder verlinkte Videos rund ums Thema Stammzellen und Nabelschnurblut. Das Engangement der Erlanger auf Facebook und Twitter hat begonnen, allerdings sind die Inhalte noch recht dürftig, was sich auch in der Zahl der Fans und Follower zeigt.
Die Rostocker Nabelschnurblutbank Seracell hat ebenfalls eine Facebook Fanpage und einen Twitter Account eingerichtet, diese werden jedoch recht unregelmäßig gepflegt: eine Veranstaltungs-Info hier, eine Pressemitteilung da.
Insgesamt steckt Social Media bei den deutschen Nabelschnurblutbanken also noch in den Kinderschuhen und es bleibt abzuwarten, welcher Anbieter den längsten Atem hat. Der amerikanische Marktführer Cord Blood Registry macht unterdessen vor, wie es gehen kann.