Nach der Behandlung mit Nabelschnurblut macht Dylan erste Fortschritte

von am 25.09.2009 um 10:56 Uhr

Einen Großteil seines jungen Lebens hat der vierjährige Dylan bereits in intensiven Therapien verbracht. Nach einer Behandlung mit dem Stammzellen aus seinem eigenen Nabelschnurblut sind nun erste Verbesserungen sichtbar, die andere Behandlungsmethoden bisher ermöglichen konnten.

Dylan leidet aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt an zerebraler Kinderlähmung, auch infantile Zerebralparese genannt. Der Vierjährige kann deshalb weder richtig laufen noch mehr als ein Dutzend Wörter sprechen.

Im Frühjahr 2009 wurde Dylan in das Stammzellenforschungsprogramm der Duke University of Medicine in Durham, North Carolina aufgenommen. Eine im Mai verabreichte Infusion mit Stammzellen aus Nabelschnurblut zeigt nun erste Ergebnisse. Obwohl die Ärzte davon ausgingen, dass eine Verbesserung seines Zustands frühestens ein halbes bis ein Jahr nach der Behandlung sichtbar werden, sprechen Dylans Eltern jetzt bereits von ersten Fortschritten.

“Seine kognitiven Fähigkeiten haben sich definitiv verbessert”, so Jinger Cain. Und auch seine motorischen Fähigkeiten verbessern sich zusehends. “Dylan zog bisher immer sein rechtes Bein nach. Jetzt kann er darauf stehen und bewegt es sogar beim Laufen. Er hat definitiv Fortschritte gemacht. Vor ein paar Monaten brauchte er noch Hilfe beim Aufstehen. Jetzt kann er sich selbstständig hinstellen und braucht nur noch Unterstützung beim Ausbalancieren.”

Die Familie Cain schaut zuversichtlich in die Zukunft. Nächste Therapieschritte sind auch schon geplant. In 120 Sitzungen in einer Überdruckkabine sollen Dylans Gehirnzellen bald mit dem Sauerstoff versorgt werden, der ihnen bei der Geburt verwehrt blieb.

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