Schwangere sehen Nabelschnurblut als wertvoll an
von Sylvia am 18.09.2009 um 9:46 Uhr
18.09.2009

Die Akzeptanz gegenüber dem Thema Nabelschnurblut ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Diesen Schluss lässt zumindest eine Umfrage zu, die das Online-Magazin Rund-ums-Baby.de im Juli diesen Jahres durchgeführt hat. Teilgenommen haben insgesamt 600 Schwangere, die bereits über die Möglichkeit, Nabelschnurblut einlagern zu können, informiert waren. Quintessenz, der Umfrage ist unter anderem die Erkenntnis, dass werdende Eltern es als eine sinnvolle Möglichkeit empfinden, das Nabelschnurblut ihres Kindes einzulagern. Grund hierfür ist, dass die Befragten den im Nabelschnurblut befindlichen Stammzellen großes Heilungspotenzial für schwere Krankheiten beimessen. 94 Prozent der teilnehmenden Frauen haben Nabelschnurblut als wertvoll eingestuft. Die Entscheidung für eine Einlagerung betrachten 84 Prozent der Befragten als sinnvoll. Auch nach der Spendeoption wurde gefragt. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Frauen begrüßen die Möglichkeit, das Nabelschnurblut in der Kombination von Eigenvorsorge und Spendeoption aufbewahren zu lassen. 24 Prozent der Umfrageteilnehmer würden dabei das Nabelschnurblut innerhalb der eigenen Familie zur Verfügung stellen. Für 15 Prozent ist eine Spende an eine fremde Person vorstellbar.
Interessant ist auch die Angabe über die Informationsquellen. Fast ausschließlich erhalten die Befragten ihre Informationen über die Medien (95 Prozent). Auf die Frage, wie sich die werdenden Eltern über das Thema Nabelschnurblut informieren, wurden Internet, Zeitschriften und TV genannt. Von ihrem Frauenarzt (45 Prozent) und der Krankenkasse (42 Prozent) wünschen sich die befragten Teilnehmer jedoch mehr Aufklärung. Aus der Umfrage von Rund-ums-Baby.de geht aber auch hervor, dass die Befürchtung des Missbrauchs des eingelagerten Nabelschnurblutes noch immer besteht und die lebenslange Aufbewahrung der Stammzellen in den Kryotanks angezweifelt wird. Unter dem Gesichtspunkt wird deutlich, dass noch immer ein Bedarf an Aufklärung, Information und Sensibilisierung hinsichtlich dieses Themas besteht. Im Ergebnis kann aber aus der Umfrage ein durchaus positives Fazit gezogen und der Stellenwert von Nabelschnurblut gerade bei den Schwangeren als hoch eingestuft werden.