Nabelschnurblut: Neue Möglichkeiten entdeckt?

von am 24.03.2009 um 19:54 Uhr

Professor Holzgreve auf dem Symposium in LeipzigIm Nabelschnurblut könnte sich ein neuer, bisher dort nicht vermuteter Stammzelltyp befinden. Diesen Annahme äußerte am vergangenen Samstag Professor Holzgreve auf dem Symposium für Pränatal- und Geburtsmedizin in Leipzig. Der Mediziner – Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Freiburg – glaubt, dass im Nabelschnurblut pluripotente Zellen zu finden sein könnten. Diese haben das Potenzial, sich in alle Zelltypen des menschlichen Körpers zu differenzieren – wovon es nicht weniger als 200 gibt. Bisher war nur bekannt, dass im Blut aus der Nabelschnur zahlreiche multipotente Stammzellen vorkommen. Darunter gibt es solche, die sich in Blut- und Immunzellen differenzieren können, und andere, die beispielsweise zur Züchtung von Knorpel verwendet werden können (Tissue Engineering). Sollte Professor Holzgreve Recht behalten und sich im Nabelschnurblut neben den multipotenten Stammzellen tatsächlich eine pluripotente Variante befinden, so würde dies neue Möglichkeiten eröffnen. Sowohl für die Forschung als auch für Zwecke der Gesundheitsvorsorge könnte Nabelschnurblut dann möglicherweise noch mehr beitragen, als bisher schon praktiziert.

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