Zweite Nabelschnurblutstudie zur Behandlung von Zerebraler Lähmung in USA gestartet

von am 23.03.2010 um 9:35 Uhr

Die amerikanische Nabelschnurblutbank Cord Blood Registry (CBR) in Tucson/Arizona und das Medical College of Georgia starten gemeinsam eine placebokontrollierte Doppelblind-Studie zur Behandlung frühkindlicher Hirnschädigungen mit autologen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut. Die Forscher hoffen, die guten Behandlungserfolge, die vereinzelte Therapien der Betroffenen mit eigenen Nabelschnurblutstammzellen bereits zeigten, wissenschaftlich zu belegen.

40 Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren, die unter einer Zerebralen Lähmung leiden, werden an dieser Studie teilnehmen. Voraussetzung ist, dass das deren Nabelschnurblut bei CBR eingelagert wurde. Somit können die Forscher von vergleichbaren Qualitätsstandards in Bezug auf die Aufbereitung, Lagerung und Aufarbeitung vor der Abgabe des Stammzellpräparates ausgehen.

Die Studienteilnehmer werden in zwei Gruppen unterteilt, von der nur eine die Nabelschnurblutstammzellen erhält, die andere dient zunächst als Vergleichsgruppe. Nach drei Monaten findet eine ärztliche Beurteilung statt. Im Anschluss bekommen auch die Teilnehmer der Vergleichsgruppe ihre eigenen Nabelschnurblutstammzellen transplantiert. In regelmäßigen Abständen wird eine erneute Bewertung des Zustandes aller Testpersonen durchgeführt. Die Forscher versprechen sich zunächst keine komplette Heilung der Patienten, sondern hoffen zunächst auf eine generelle Verbesserung des Krankheitszustandes.

Bei der zerebralen Lähmung handelt es sich um einen frühkindlichen Hirnschaden. Die Betroffenen weisen Entwicklungshemmungen, Muskelschwäche, sowie Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen auf. Auslöser für diese Erkrankung können ein Sauerstoffmangel des Gehirns während der Schwangerschaft bzw. der Geburt sein oder aber auch Unfälle während der ersten Lebensjahre. In Deutschland sind rund 1.000 Kinder jedes Jahr betroffen, wobei für Frühgeborene ein wesentlich höheres Risiko besteht.

Eine Antwort zu “Zweite Nabelschnurblutstudie zur Behandlung von Zerebraler Lähmung in USA gestartet”

  1. [...] das Interesse der Forschergruppen, nachdem bereits mehrfach Kinder mit Typ-1-Diabetes oder einem frühkindlichen Hirnschaden mit ihrem eigenen Nabelschnurblut behandelt wurden: Von Australien über Singapur, Indien, Japan, [...]

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